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Ausgabe 1 - Mai 2014

Werter Leser,

lange habe ich gezögert in dieser Form über meine Arbeiten zu informieren. Aber ich denke, dass bei interessanter und liebevoller Gestaltung und abwechslungsreichen Inhalten es Spaß machen könnte, die Entstehung meiner Bilder und anderen Arbeiten mitzuverfolgen.

Ich werde mich bemühen, zu jedem Monatsanfang oder auch jeden zweiten meine Arbeiten in lockerer und möglichst interessanter Form zusammenzustellen. Dies ist nun der erste Versuch eine Art Monatsüberblick des Aprils 2014 zu geben und hoffe, es gelingt mir einen kurzweiligen Einblick in meine Arbeiten, Ideen und Gedanken.

Graz, 1.5.2014

Peter (Blackbrush) Reuschling

Hinweis: Die hier gezeigten Arbeiten des "...focused"-Projekts sind auch auf der "...focused"-Website veröffentlicht und können dort auch in höherer Auflösung angezeigt werden.

Das Archiv der Newsletters und die Anmeldung für neue Interessenten befinden sich auf der "...reported"-Website. Dort besteht auch die Möglichkeit der Anforderung der Newsletter für neue Interessierte oder der Abbestellung der Newsletter.

Vorwort

Der April hat einige neue Dinge gebracht und war auch recht produktiv, besonders glücklich bin ich jedoch über die Entwicklung, Malerei und Grafik noch mehr miteinander zu verbinden und dabei doch eine weitere Stilfestigung zu erzielen.

Neu hinzugenommen habe ich die Technik der Stencil Graffitis. Sie passen wunderbar in das Gesamtkonzept. Zwar gab es auch wieder ein paar Einzelarbeiten aber meine Vorliebe für Arbeitszyklen wird immer deutlicher. Die Hauptzyklen bestehen mittlerweile aus sieben Arbeiten jedoch durchaus mit unterschiedlichen Techniken und Materialien. Sehr deutlich wird auch die zunehmende Versachlichung meiner Arbeit, aber immer mit der Ausrichtung zur Ästhetik und meinen etwas überzogenen Qualitätsansprüchen. Die Grundregeln des "...focused"-Projekts haben sich für mich als Segen erwiesen, sie sind eine Richtlinie, die es erleichtert, die Disziplin der Stiltreue aufrecht zu erhalten.

Leider hat die Entwicklung eben genau dieser Newsletter viel Zeit beansprucht, sowohl IT-technisch wie auch inhaltlich. Ich hoffe sehr, dass sich der Aufwand lohnt. Grundidee ist, dass sich im Laufe eines oder zwei Monate die aktuelle Newsletter langsam, chronologisch füllt und am Monatsende einfach fertig ist. So, wie ich die jeweils aktuellen Arbeiten sofort auf den Websites veröffentliche wenn sie fertig sind, soll auch gleichzeitig das jeweilige Newsletterkapitel erstellt werden.

Zu den Berichten über aktuelle Arbeiten habe ich speziell für die Newsletter zwei Themen hinzugenommen, die regelmäßig eingefügt werden sollten:

Das "...focused"-Thema

Dies sind allgemeine Texte über Themen die mich besonders interessieren oder die mir wichtig für meine Arbeit erscheinen. Dies kann durchaus Hintergrundwissen sein, sehr kritisch betrachtet, ungeschminkt, auch hart im Umgang mit Aspekten der zeitgenössischen Kunst, deren Vertreter und Verkäufer.

Edward

Nach einigen Überlegungen habe ich Edward, den liebenswerten, halb-philosophischen Wurm, wieder "aktiviert", auch er passt so wundervoll in das Gesamtkonzept. Er soll ebenfalls regelmäßig erscheinen. Seine Aufgabe ist es, den Themenbereich "Kunst" zu überschreiten und "seine" Sicht der Dinge Kund zu tun.

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Stencil Graffitis

Neu aufgenommen habe ich die Technik der Stencil-Graffitis. Dies sind Grafiken, die mit Schablonen und Graffiti-Farbdosen (Molotow Artist Line) gesprüht werden. Ich kombiniere diese Sprayarbeiten mit Zeichnungen, wobei ich, ähnlich wie bei den gemalten Bildern, neuartige, spezielle Pump-Liner (Molotow One4All) auf Acrylbasis für den zeichnerischen Teil benutze. Nur bei den gemalten Portraits und aufwendigen Gemälden verwende ich für die Outlines weiterhin ausschließlich einen Pinsel wegen seiner unerreichten Dynamik und Präzision.

Das Schneiden der Schablonen ist etwas tückisch, würde man sie gestalten wie bei einer normalen Zeichnung, würde sie in viele Stücke auseinander fallen. Daher ist ein spezieller "Zeichenstil" erforderlich, der genau dies verhindert.

Schablone nach dem Sprühen

Zurzeit schneide ich die Schablonen aus Bristol-Karton. Während des Sprühens wird die Schablone mit Gewindemuttern und Unterlegscheiben fixiert und beschwert, damit die Ränder scharf bleiben.

Verschiedene Schablonen

Die Herstellung einer solchen Grafik ist erst einmal wesentlich aufwendiger, als sie mit malerischen oder zeichnerischen Mitteln zu erstellen. Jedoch kann man dann mit geringerem Aufwand eine kleine Serie produzieren. Daher können solche Stencil Graffitis recht preiswert abgegeben werden. Sinn der Sache ist, Kunst auch jenen zugänglich zu machen, die nicht über das Budget verfügen, echte Gemälde zu kaufen. Der Unterschied im Aufwand ist halt beträchtlich und somit auch der Preis.

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The Beauty Of A Face 2-5

Die folgenden vier Bilder waren besonders spannend. Ist es schon schwierig genug, mit wenigen Umrisslinien ein Gesicht zu zeichnen und mit diesen begrenzten Mitteln doch den Ausdruck und die Stimmung einzufangen, kann dies dann auch trotzdem noch gelingen, wenn selbst diese Umrisslinien fehlen? Erstaunlicherweise gelingt auch das, vorausgesetzt, man macht alles richtig. Die Bilder waren in einem dunklen Elfenbeinton grundiert und sind mit nur einer Schablone gesprüht. Die Schablone war eine Maske, welche die Hintergrundfarbe abdeckte. Zuerst wurde auf dieser Maske die Augen und die Nase abgedeckt und die roten Lippen gesprüht. Nach dem Trocknen wurden die Lippen abgedeckt und Augen, Nase und Hintergrund schwarz gesprüht. Nach erneuten Trockenen wurden die Glanzlichter gezeichnet. Ganz trivial war es nicht, drei der vier Bilder wurden verworfen, die zugehörigen Schablonen geändert und erneut gesprüht. Das Problem ist, dass die optische Wirkung der 4-farbigen Grafik eine völlig Andere ist, als vorher der Zeichnung. Dem muss man Rechnung tragen.

The Beauty Of A Face 2 - Stencil Graffiti auf Papier - 30x40 cm

The Beauty Of A Face 3 - Stencil Graffiti auf Papier - 30x40 cm

The Beauty Of A Face 4 - Stencil Graffiti auf Papier - 30x40 cm

The Beauty Of A Face 5 - Stencil Graffiti auf Papier - 30x40 cm

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The Red Breakfast 1-7

Mit der nächsten Bildserie ist es mir erstmals gelungen, Grafik und Malerei untrennbar zu verschmelzen. Gleichzeitig bezieht sich diese Serie auf jenes Thema, welches der Auslöser des "focused..."-Projekts war. Die Ästhetik und Schönheit des Alltags. Kernobjekt ist und bleibt die Teekanne, der Taufpate sozusagen, die ich seit Anfang des Jahres auch als Signatur benutze. Diese Teekanne besitzen wir tatsächlich. Sie wurde sorgsam ausgewählt und war einfach jene, die uns damals am besten gefiel. Aber wir haben viele Kannen, und noch mehr andere Dinge, in jedem Haushalt tatsächlich hunderte von unterschiedlichsten Alltagsgegenständen. Wie sehr gewöhnen wir uns daran, vergessen, uns über die Dinge zu freuen, jedes Mal, wenn wir sie sehen und anfassen. Tatsächlich ist es die Größe unseres Besitzes heute, die uns vergessen lässt, uns an den kleinen Dingen auf Dauer zu erfreuen. Dabei sind sie doch eigentlich so wichtig in unserem Leben! Und besitzen ihre ganz eigene Ästhetik.

Diese Bildserie widmet sich nun diesen kleinen Dingen ("Useful Things"-Zyklus), jenen so unscheinbaren und uns selbstverständlichen, alltäglichen Dingen. Es ist eine kleine Gratwanderung, da man versucht ist, die Dinge in Szene zu setzen, was der Aussage wiederspricht, sie genügen sich selbst. Ich denke, ich habe ein gutes Szenario gefunden, welches einerseits attraktiv gestaltet ist, andererseits nicht vom Thema ablenkt. Das Malen und Zeichnen dieser Bilder ist extrem lustbetont. Einfacher gesagt, die Bilder machen einen Riesenspaß. Und ihre optische Wirkung zeigt dies auch, wenn auch solche Darstellungsformen nicht unseren Sehgewohnheiten entsprechen.

The Red Breakfast 1 - Acryl auf Leinwand auf Keilrahmen - 80x60 cm

The Red Breakfast 2 - Stencil Graffiti auf Papier - 30x40 cm

The Red Breakfast 3 - Stencil Graffiti auf Papier - 30x40 cm

The Red Breakfast 4 - Stencil Graffiti auf Papier - 30x40 cm

The Red Breakfast 5 - Stencil Graffiti auf Papier - 30x40 cm

The Red Breakfast 6 - Acryl auf Leinwand-Panel - 50x60 cm

The Red Breakfast 7 - Acryl auf Leinwand-Panel - 50x60 cm

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Facelines 1-7

Die folgende Bildserie hat einen rein grafischen Schwerpunkt. Wieder sind es Frauenportraits, eines meiner Lieblingsthemen. Wieder geht es um das Einfangen des Ausdrucks und der Stimmung. Ich war zu Beginn nicht ganz sicher, ob mit diesen Mitteln eine attraktive Darstellung möglich ist, je weiter ich kam, desto mehr begeisterte mich diese Arbeit in dieser reduzierten Form. Die harten Kanten des Hintergrundmosaiks stehen im Kontrast zu den zarten Gesichtslinien. Ich nannte diese Bildgruppe "Facelines", also Gesichtslinien. Die Kombination des Frauenkopfes mit dem Hintergrundmuster gefallen mir sehr gut und ich denke, ich werde weitere Bilder dieser Art schaffen.

Facelines 6 - Acryl auf Leinwand-Panel - 60x50 cm

Facelines 2 - Acryl auf Papier - 30x40 cm

Facelines 3 - Acryl auf Papier - 30x40 cm

Facelines 4 - Acryl auf Papier - 30x40 cm

Facelines 5 - Acryl auf Papier - 30x40 cm

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...focused Thema: Interpretierte Kunst?

Auf der "...focused"-Website schrieb ich, dass ich möchte, dass meine Arbeiten zwar durchaus assoziieren sollen, aber niemals interpretierbar sein sollten. Dieser Wunsch kommt nicht von ungefähr, wichtige Strömungen der Kunstgeschichte sind genau aus diesem Wunsch heraus entstanden. Ein gutes Beispiel ist der Suprematismus von Kasimir Malewitsch. Aber selbst Künstler, die sich von der Gegenständlichen Kunst zur Abstrakten Kunst entwickelt haben, machten das teilweise aus genau diesem Grund.

Es mag zwei Gründe geben, warum ein Künstler nicht möchte, das Betrachter selbst entscheiden, wie seine Arbeit zu interpretieren ist:

Einerseits kann der Künstler sich einfach nicht ernst genommen fühlen, er tritt in den Hintergrund, das Geschaffene hat nichts mehr mit ihm zu tun, jegliche Bildaussage bleibt dem Betrachter überlassen, nichts bleibt von dem ursprünglichen Ansinnen der Arbeit übrig.

Andererseits nimmt die Interpretation des Betrachters dem Künstler die Möglichkeit, Ideen, Vorstellungen, Ansichten oder Aussagen zuverlässig zu transportieren. Das ist etwa so unangenehm, wie ein tragischer englischer Songtext, der von jemanden, der nicht englisch kann, als Schmusesong interpretiert wird. Eher peinlich.

Der erste Grund interessiert mich nicht wirklich, jedoch ist der zweite Grund mein primäres Thema.

Die interessante Frage ist, wie kam es eigentlich dazu, dass es geradezu Mode geworden ist, vom Betrachter Eigeninterpretation zu erwarten und dies auch so gut verkauft zu haben, dass manche Leute das sogar gut finden? Darauf gibt es mehrere eigentlich unangenehme Antworten:

Es ist natürlich viel einfacher irgendwas zu machen und vom Betrachter zu verlangen sich selbst vorzustellen, was das sein soll. Andererseits ist es ja gerade die Kunst, sich so eindeutig auszudrücken, selbst in einer Bildsprache, dass jeder Betrachter die Aussage versteht. Oft ist es schlicht Unvermögen, an dem dies scheitert. Des Weiteren muss man ja überhaupt etwas zu sagen haben.

Will man einfache Dekoration schaffen, ist alles im grünen Bereich, da ist es egal, was sich ein Betrachter vorstellt, es muss einfach nur gefallen. Aber wenn wir von Kunst reden, ist das alles etwas anders.

Entweder definiert sich die Kunst aus einem überragendem Tun, was durchaus primär mit Handwerk zu tun hat, oder aus einer überragenden Aussage, die auch wirklich beim Betrachter ankommt. Will man beides, so wie heute teilweise üblich, nicht akzeptieren, kann man Kunst von allem Anderen nicht mehr genau differenzieren. Auch diesen Ansatz gibt es, jedoch spricht die Durchschlagsform dieser "Kunstform" für sich.

Mein eigener Zugang zur Kunst verlangt beides: überragendes "Machwerk" und überragende Deutlichkeit der Aussage. Damit ist nicht gemeint, dass ich dies auch erreiche, es ist das Ziel! Es ist die Vorgabe.

Stellt sich ein Maler auf den Standpunkt, der Betrachter soll sich selbst vorstellen, was sein Bild darstellen soll, ist das so, als würde ein Schriftsteller ein Buch veröffentlichen, in dem nur das Alphabet fortlaufend gedruckt ist und der Leser soll sich die Geschichte selber überlegen. Ist das nicht ein wenig Betrug? Würde sich ein Leser nicht ein wenig verschaukelt vorkommen?

Es kann nur primäres Ziel der Kunst sein eindeutige Aussagen zu treffen, eindeutige Emotionen zu transportieren, eindeutige Erfahrungen zu vermitteln. Wer nichts zu sagen hat, sollte keine Kunst machen.

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Selten gezeigt: Zeichnungen

Meine Zeichnungen kommen eigentlich immer zu kurz, werden etwas stiefmütterlich behandelt, weil sie auf Ausstellungen fehlen oder kaum Beachtung finden und zumeist ungesehen im Archiv verschwinden. Auch die Skizzenbücher füllen sich unbeachtet. Dies hier ist jedoch ein Medium, mit dem doch das eine oder andere Stück Papier hergezeigt werden kann.

The Writer - Grafit auf Tonkarton - 21x29,7 cm

Bleistiftzeichnungen wie diese sind sehr aufwendig und für mich auch recht anstrengend. Es dauert einfach Stunden. Da sie nur "funktionieren" wenn sie sehr authentisch sind und die Situation belebt einfangen, sind sie auch recht schwierig.

Im Zusammenhang mit meinen neuen Schablonenarbeiten habe ich mich natürlich mit "Stencil Graffitis" beschäftigt und dabei auch weiterführend mit dem Graffiti-Phänomen ganz allgemein und mir eine Meinung zu der ganzen Angelegenheit gebildet. Dem "...focused"-Ansatz Folge leistend habe ich dann diese Zeichnung gemacht, die kaum "fokussierter" sein könnte!

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist ein ursprüngliches, "echtes" Graffiti tatsächlich nur ein Namenszug. Die Namen sind aus nachvollziehbaren Gründen frei erfunden. Leute, die solche Graffitis auf Hauswände oder Züge sprühen nennen sich "Writer", also "Schreiber". Die Namenszüge nennt man "Tags". Das hat überhaupt nichts mit jenen, zumeist recht großen, kunstvollen, szenarischen Graffitis zu tun, die teilweise im Auftrag angefertigt werden. Auch das Sprühen mit Schablonen (Stencil Graffiti), mit zum Teil gesellschaftskritischen Themen, wird von den Hardlinern der Szene abgelehnt.

Die vermummten "Writer" fallen, durchaus in Gruppen, nachts wie die Heuschrecken über die Städte her und hinterlassen, notfalls sogar auf Autos, ihre Tags. Manchmal auch gewaltbereit. Videos, die das zeigen kann man auf den einschlägigen Graffiti-Websites "genießen". Es ist einfach nur erschreckend.

Man kann ja durchaus Werte unserer Gesellschaft ablehnen, aber deshalb muss man sie nicht zerstören. Anderen Menschen die eigene Lebensart aufzuzwingen zeugt auch nicht von viel Verstand. Sich am Eigentum anderer Menschen zu vergreifen, egal in welcher Form, widerspricht jeglicher Gesellschaftsordnung, selbst einer anarchistischen oder gar besonders dieser. Das ist einfach nur dumm.

Was soll ich von Menschen halten, die ihr Geltungsbedürfnis nur damit befriedigen können, überall feige einen falschen Namen hinzuschreiben? Sie sind einfach nur bedauernswert.

Kim Jong-un - Grafit auf Tonkarton - 29,7x21 cm

Hin und wieder werde ich gefragt, warum ich "so was" zeichne oder male. Der Grund ist ein einfacher: Auch jemand wie Kim Jong-un ist Teil unserer Welt, unseres Zeitgeschehens. Gäbe es nicht ein unterdrücktes, verarmtes Volk würde ich sagen, dass es zurzeit gut ist, wenn es solche Menschen gibt, weil sie die gefährliche Zuspitzung der Polarisierung zwischen Christen und Moslems begrenzen. Aber bei einem geknebelten Volk wäre das zynisch, so zu argumentieren.

Nordkorea ist ein gutes Beispiel dafür, dass eine Kultur, die sich stark isoliert, immer inkompatibler und feindseliger gegenüber anderen Kulturen wird. Diese Entwicklung scheint heute nur noch in diktatorischen Ländern möglich zu sein, die Menschen scheinen einer solchen Isolation nicht Folge leisten zu wollen. Haben sie die Freiheit, wollen sie auch an allem teilhaben, was "andere" auch haben. Die modernen Medien zeigen alle Optionen. Nur mit Gewalt kann man diesen Wunsch der Menschen unterdrücken.

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Edward, A Worm's Life

Eigentlich sollte es Edward "reloaded" heißen, denn er ist eine Art Neuauflage. Ich habe Edward immer als halb-philosophischen Wurm betrachtet und bezeichnet. Edward lebt von seiner Andersartigkeit, er ist klug und dumm zugleich, manchmal sehr menschlich, manchmal "so ganz Wurm". Die Darstellung von Edward als ein süßer Wurm steht ganz im Gegensatz zu den sehr sachlichen, extrem distanzierten Bildunterschriften. Edward erfährt das Leben aber immer aus einer uns ungewöhnlichen Sichtweiße. Edward reagiert auf Geschehnisse meist völlig unbetroffen, oft auch unbeholfen, aber Edward bringt die Dinge letztlich auf dem Punkt. Edward versucht dabei wertfrei zu sein, quasi als Beobachter. Aber bei aller Ernsthaftigkeit soll Edward dem Betrachter ein Schmunzeln entlocken. Zumeist jedenfalls.

Edward #8

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Spaß mit Zenties

Die Entwicklung der Zenties wurde ausnahmsweise nicht mit irgendeiner künstlerischen Absicht verbunden, im Gegenteil, Zenties sollten eigentlich nichts mit Kunst zu tun haben. Das Zeichnen von Zenties ist ein meditatives Zeichnen für jedermann. Ein gewisses Problem besteht darin, dass mir oft nicht geglaubt wird, dass dies wirklich jeder kann. Aus diesem Grund habe ich auch ein Papier geschaffen, mit dessen Hilfe sich jeder selbst beweisen kann, dass er in der Lage ist, Zenties zu zeichnen. Die (leider noch nicht vollständige) Zentie Website gibt eine Menge Anleitungen und Vorlagen für das Zeichnen von Zenties.

Der Startbildschirm der Zentie-Website

Ein einfaches Zentie für jedermann mit nur einem Muster

Ein komplexeres Zentie

Auch die Natur "malt" Zenties

Ganz wesensfremd: Eine Manga/Zentie-Kombination

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...displayed

Noch sind für eine ordentliche Ausstellung nicht genug Bilder des "...focused"-Projekts zusammengekommen. In der Zwischenzeit habe ich jedoch die Möglichkeit, dank der freundlichen Unterstützung der Fa. Kaspar Harnisch in Graz in einem Fenster des Farbengeschäfts kleine Bildgruppen zu präsentieren. Das ist enorm hilfreich, weil ich auf diese Weise Rückmeldungen bekomme und abschätzen kann, wie die Arbeiten beim Publikum ankommen. Auch im April habe ich wieder etliche Arbeiten auf diese Weise präsentiert.











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Nachwort

Ich hoffe, es ist mir gelungen, einen interessanten und kurzweiligen Überblick über meine aktuellen Arbeiten zu geben. Manchen wird das einfach zu viel Text sein, aber es genügt ja schon, sich durch die Newsletter zu scrollen und schnell mal die Fotos anzuschauen.

Dankbar bin ich selbstverständlich über Vorschläge und Ideen, die Newsletter noch interessanter zu gestalten. Wem da etwas zu einfällt, soll bitte Kontakt mit mir aufnehmen.

Bleibt noch ein Ausblick auf den nächsten Monat. Nach einigen Entwürfen habe ich mich entschieden, als nächsten Arbeitszyklus eine Reihe von Bildern zu schaffen, die sehr zeichnerisch Skylines von modernen, fiktiven Städten zeigen. Dabei scheint es so zu sein, dass eine exakte Zeichnung mit Linealen, ähnlich wie Architekturzeichnungen, weniger attraktiv sind als freihändig gezeichnete Bilder, trotz all ihren Ungenauigkeiten. Der Reiz der ganzen Sache liegt darin, dass sich moderne (Hoch-)Häuser eigentlich aus Mustern zusammensetzen. So ist auch an eine Variante mit Zenties gedacht, das könnte sehr reizvoll werden.

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