Zentie

Die Welt der Zenties

Der Anfang

Alles begann damit, dass ich mich mit Zendoodles beschäftigte und erkannte, dass ich zunehmend Bandstrukturen in meine Zeichnungen integrierte. Bänder unterscheiden sich ganz wesentlich von den normalen, flächig angelegten Mustern der Zendoodles: Die Muster setzen sich nur in einer Dimension fort. Aber diese "Einschränkung" eröffnete eine ganz andere Möglichkeit: Die Bänder lagen übereinander und schufen dadurch Räumlichkeit und Perspektive. Dies interessierte mich ganz besonders: Eine Einschränkung eröffnete einen neuen Weg, eine weitere Möglichkeit! Am 9.3.2014 zeichnete ich mein erstes Zentie indem ich ausschließlich Bandstrukturen verwendete. Dies war die Geburt dieser Methode, die zuerst noch nicht einmal einen Namen hatte.


Das erste, noch fehlerhafte Zentie vom 9.3.2014

Erst am Tag darauf kreierte ich den Namen "Zentie" (gesproch. "zentei"). Dies ist ein Kunstwort, was sich aus "Zen" und "Tie", dem englischen Wort für "Band", zusammensetzt.

Die Methode

Die Zentie-Methode ermöglicht es einerseits ansprechende Grafiken zu schaffen und andererseits soll dieses Zeichnen entspannen, kurzweilig sein, die Kreativität und die Konzentration stärken und vor allem Spaß zu machen. Diese Form des Zeichnens ist aber auch für jene Menschen geeignet, die meinen, nicht zeichnen zu können. Gerade sie profitieren ganz besonders davon.

Betrachtet man die Sache genauer, erkennt man, dass man sehr leicht die einzelnen Bestandteile eines Zenties definieren kann, es ist einfach eine saubere, runde Sache. Einfach genug, damit wirklich jeder Mensch, egal, ob er künstlerisch begabt ist oder nicht, damit "arbeiten" kann und ein Erfolgserlebnis produziert, welches wohltuend ist, inspirativ, befriedigend und entspannend. Es gibt keinen Leistungsdruck, es gibt keine strengen Regeln, es ist kein Wettbewerb und jeder kann die Spielregeln so aufstellen, wie er es mag und wie es ihn guttut. "Take it easy" ("mache es Dir leicht") ist die einzige Regel.

Trotzdem ist es natürlich auch legitim, Zenties so weit auszubauen und zu verfeinern, dass sie künstlerischen Ansprüchen gerecht werden. Ob mit einem Kugelschreiber auf einem Bierdeckel gekritzelt oder mit Ölfarbe auf Leinwand gemalt: Alles ist möglich!

Die Vorgehensweise ist recht einfach. Man zeichnet auf einem kleinen Stück Papier ein paar Linien, welche die Lage der Bänder bestimmt (diese Linien werden "Splines" genannt) und zeichnet an diesen Linien entlang sich wiederholdende Muster.


Zuerst wird mit einem Bleistift der Verlauf des Bands gezeichnet. Diese Linie wird als Spline bezeichnet.

Danach kann das Band gezeichnet werden. Der Spline kann danach ausradiert werden.

Nun wird das Muster verfeinert...

...gegebenefalls über mehrere Schritte.

Danach könnten zum Beispiel Verzierungen (Applications) hinzugefügt werden...

...oder ein abschließendes Element (Closure).

Am Ende könnte das Tie noch koloriert werden.

Das obige Beispiel zeigt, dass Stück für Stück ein Band erweitert werden kann, bis hin zu sehr komplexen Objekten. Die einzige Grenze ist die eigene Phantasie.

Ganz bewusst habe ich bei diesem Beispiel nicht sehr sauber gezeichnet. Ich wollte zeigen, dass es nicht zwangsweise erforderlich ist, eine perfektionistische Darstellung zu erstreben, sondern, dass die optische Wirkung primär von der Informationsdichte bestimmt ist.

Im Kapitel "Morphologie" werden alle Möglichkeiten, ein Zentie aufzubauen, näher beschrieben. Aber auch diese Morphologie kann beliebig erweitert werden, je nach persönlichen Vorlieben.

Abschließend bleibt zu sagen, dass niemals vergessen werden sollte, dass es um den Spaß an der Sache geht, das Ergebnis ist nicht das primäre Ziel. Das Zeichnen von Zentzies sollte niemals seinen enspannenden und wohltuenden Charakter verlieren!

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