Zentie

Preiswert und edel

Möchte man eine ganze Sammlung seiner Zenties an die Wand hängen oder Zenties auch einmal ausstellen, wird man feststellen, dass dies nicht ganz ohne Kosten verbunden ist. Der preiswerteste Rahmen 20x20 cm ist zurzeit für etwa 7€ erhältlich, das Passepartout dazu 4€. Das macht nur für die Rahmung 11€. Bei 25 Zenties kommt da schon mit 275€ ein nettes Sümmchen zusammen.

Hier wird nun ein Weg gezeigt, dies recht kostengünstig ohne Rahmung zu realisieren, jedoch trotzdem mit einem sehr edlem Aussehen. Wir verwenden als Basis mit Leinwand bezogene Malpappen, die zwar sehr preisgünstig sind (weniger als 1€ für ein Bild 20x20 cm) die normalerweise aber gerahmt werden müssen oder direkt aufgehängt auch entsprechend billig aussehen.

Die Verwendung von Malpappen hat den Nachteil, dass wir auf Leinwand zeichnen müssen, wie im Kapitel "Zenties auf Leinwand malen" dokumentiert, aber wir erhalten kleine, edle "Gemälde", was ja auch nicht so schlecht ist.

Zuerst wird die Malpappe mit Acrylfarben Weiß grundiert (Titanweiß). Es macht Sinn, dies gleich mit mehreren Pappen gleichzeitig zu machen. Damit keine Farbe unter die Malpappe laufen kann, ist es sinnvoll, sie auf Holzleisten oder ähnliches zu legen. Immer wieder unschöne Tropfen auf der Unterseite abtupfen. Es wird sehr dünn, mit viel Wasser grundiert, damit keinesfalls Pinselspuren entstehen. Es sollte mindestens zweimal grundiert werden, immer in einer anderen Richtung.

Danach wurde mit einem etwas härteren Bleistift (z.B. H) auf der Vorderseite der Ausschnitt für das Zentie von 14x14 cm sehr genau und dünn eingezeichnet und auf der Rückseite für die spätere Schaumplatte 10x9,9 cm. Auf die Rückseite wird nämlich nach dem Zeichnen des Zenties eine Schaumstoffplatte mit einem Zentimeter Stärke aufgeklebt, welche die Malpappe elegant vor der Wand "schweben" lässt. Das Maß von 9,9 cm ergibt sich aus dem Zuschnitt von DIN A3 Platten (siehe weiter unten).

Mit dem Aerocolor Liner Nr. 3 von Schminke werden dann die Bleistiftlinien mit Hilfe des Lineals sauber nachgezogen.

Zuerst wird die Rückseite bis zu den Rahmenlinien schwarz grundiert. Dazu gibt es zwei Gründe. Erstens sieht es einfach ordentlicher aus und zweitens, was viel wichtiger ist, die dunkle Rückwand reflektiert kein Licht, was den Schatten, den die "schwebende" Malpappe auf die Wand wirft, verstärkt. Dies erhöht den Effekt optisch erheblich. Das Papier der Rückseite zu übermalen ist lästig, es ist sehr glatt und selbst das Schwarz deckt nur schlecht. So muss auch diese Grundierung zumindest zweimal gemalt werden. Ist die Fläche sauber grundiert, werden die Kanten der Malpappe ebenfalls gestrichen.

Der spätere Klebebereich für die Schaumstoffplatte wird nicht überstrichen. Einerseits ist es so leichter, die Schaumstofflatte zum Kleben zu Positionieren, andererseits klebt Papier auf Papier besser als mit einer unnötigen Acrylschicht dazwischen.

Auf die gleiche Weise wird dann der Rahmen der Vorderseiten schwarz gemalt.

Danach werden die Leichtschaumplatten geschnitten. Ich habe dazu DIN A3 Platten bestellt, 1 cm Stärke. Sie lassen sich hervorragend mit einem Cutter schneiden. Links aus dem Foto sieht man eine original verpackte Platte.

Die Schnittkanten werden mit Lineal und Bleistift markiert. Da DIN A 3 eine Breite von 29,7 cm hat, ergeben sich 3 Streifen mit 9,9 cm, die dann in 10 cm Stücke geschnitten werden. So erhält man aus einer DIN A3 Platte 12 Abstandshalter für 12 Bilder. Zurzeit ergibt sich ein Stückpreis von 23 Cent.

Nach dem Zuschnitt wurde eine Platte und die freie Fläche auf der Malpappenrückseite dünn mit Buchbinderkleber mit einem Pinsel überzogen und in der Mitte ein kleiner Klecks gemacht, um Unebenheiten auszugleichen. Die beiden Teile wurden dann sofort zusammengefügt und genau positioniert.

Nach etwa einer Stunde können dann zwei Bildösen angeklebt werden, die ich sicherheitshalber auch noch einmal antackere, damit nicht die Klebefläche das Gewicht halten muss.

Zum Schluss wurde über die Klebefläche der Bildösen noch ein Textilband aufgeklebt.

Hier das Ergebnis an der Wand. Das Bild schlägt einen eleganten Schatten, schwebt frei vor der Wand.

Der Materialpreis mit Pappe, Schaumstoff, Ösen und Klebeband liegt zurzeit bei unter 2 €. Natürlich ist das auch recht viel Arbeit, einfacher ist es, einfach auf Papier zu arbeiten und einen Rahmen zu nehmen. Aber ein Rahmen 20x20 cm mit einem Passepartout kosten mich zurzeit etwa 11 €. Will man 30 Zenties an der Wand haben, Ist das eine Alternative. Ein einzelnes Bild jedoch würde ich immer Rahmen lassen. Da lohnt der Aufwand wirklich nicht.

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