Zentie

Werkzeuge und Papier

Zur Not tut es ein Kugelschreiber und der Zeitungsrand. Tatsächlich bieten sich die Ränder einer Zeitung an, wenn man unterwegs ist, selbstredend bei Bändern. Möchte man jedoch Zenties zeichnen, die man weiter verwenden will, als Bild, als Schmuckkarte, als Lesezeichen zum Beispiel, dann sollte man die richtigen Werkzeuge und Materialien verwenden.

Werkzeuge

Möchte man Zenties entwerfen oder die Splines vorzeichnen, wird ein einfacher Grafitstift (Bleistift) benötigt und ein Radiergummi. Damit man das Grafit leicht wieder wegradieren kann, ist eine Härte von 2B oder 3B optimal. Holzgefasste Bleistifte sind bestens geeignet, wer jedoch Geld sparen möchte und ein wenig umweltbewusst ist, sollte einen Minenhalter kaufen. Das kostete erst einmal ein wenig mehr, aber die Verwendung einzelner Mienen ist natürlich auf Dauer billiger und das Spitzen ist wesentlich einfacher.


Minenhalter, Spitzer und Minenbox von Faber-Castell

Als Radiergummis haben sich, wie überall in der Grafik und der Kunst, Knetgummis bestens bewährt. Alternativ kann man jedoch auch die weißen, weichen, handelsüblichen Radiergummis verwenden.


Graphitstift und Knetgummi

Zum Ziehen der Linien gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man verwendet Maker oder Fineliner. Beide kann man in einer nachfüllbaren Version oder als Einwegstift erwerben. Es versteht sich von selbst, dass die nachfüllbaren Stifte zu bevorzugen sind.


Fineliner von Copic

Fineliner sind bestens zum Zeichnen von Zenties geeignet, sie sind sehr präzise und sehr bequem. Nur für größere Zenties sollte man auf Marker umsteigen, um dickere Linien zeichnen zu können. Die hohe Präzision hat aber auch einen Nachteil. Man sieht jede Unsauberkeit und Unsicherheit im Strich.

Für die Grundformen eines Zenties ist der Stift mit 0,7 mm Spitze am besten geeignet, Musterdetails und feine Applikationsteile kann man mit dem 0,35 mm Stift zeichnen.


Marker von Copic

Bei größeren Zenties, wenn dickere Konturen erforderlich sind, bei schnellen Entwürfen oder wenn noch nicht genügend Übung vorhanden ist, sind Marker besser geeignet. Die Marker von Copic eignen sich hervorragend. Wichtig ist, nicht Stifte mit der Farbe "Black" zu kaufen, sondern "Special Black". Letztere sind speziell für Outlines entwickelt, besonders für nachträgliches kolorieren. Farbige Stifte lösen dieses Schwarz nicht an und tönen die schwarze Linie auch nicht ab.


Die auswechselbaren Spitzen, oben die mitgelieferte Normalspitze, unten die ausgetauschte Feinspitze

Für die Hauptformen der Zenties ist die Standardspitze optimal. Braucht man für Details feinere Linien kann man sich einen zweiten Marker kaufen und eine feine Spitze zum Auswechseln. Dies sollte man sowieso machen, wenn man Mangas, Comics, Karikaturen, Zendoodles oder Zenties zeichnen möchte.


Farbige Marker von Copic

Zum Kolorieren eignen sich die farbigen Marker am besten, da es sich um eine flächige Anwendung handelt. Farbige Fineliner sind weniger gut geeignet.

Papiere


Für Marker und Fineliner geeignete Papiere

Arbeitet man mit Bleistiften, Kugelschreiber oder Tintenroller kann fast jedes beliebige Papier benutzt werden. Anders sieht es bei Filzstiften (Markern) oder Fineliner aus, weil die Gefahr des "Ausbluten" besteht. Es sind einige Markerpapiere auf dem Markt, hier möchte ich jene drei vorstellen, die ich selbst verwende.

Spitzenreiter in meinem Atelier ist der 250g/m² schwere Karton "Canson Illustration". Völlig unverzichtbar bei Gruß- oder Glückwunschkarten und anderen Verwendungen, wo ein 70g-Papier einfach lächerlich ist. Er ist aber auch die erste Wahl, wenn frei auf DIN A4 oder DIN A3 großen Zeichnungen gearbeitet wird, da er robust ist, nahezu unverwüstlich.
Der Karton ist als Block mit 12 Blättern in DIN A3 und DIN A4 erhältlich und als Bogenware im Format 50x65 cm. Nicht unerwähnt bleiben soll jedoch, dass er mit Abstand der teuerste ist, aber jeden Cent wert.

Ein gutes Alltagspapier mit bestem Preis/Leistungsverhältnis ist der Markerblock "Canson XL". Das Papier ist 70g/m² schwer, leicht transparent, nicht durchschlagend und recht stabil gegen ausbluten . Der Block ist verfügbar mit 100 Blatt in DIN A4 und DIN A3 und mit 50 Blatt in DIN A 2.

Hochoptimal auf die Copic Marker abgestimmt sind die Markerblöcke "Copic Marker Pad". Das Papier ist 70g/m² schwer, ist deutlich transparent, so dass es zum Durchpausen gut geeignet ist und hat eine speziell beschichtete Rückseite, welche das Durchschlagen verhindert.

Alle drei Papiere machen für die jeweilige Verwendung Sinn, es hängt halt von dem Vorhaben, der Verwendung und der Ansprüche ab.

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